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Gutes Essen braucht Zukunft

Die Wende der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist hochrelevant: um eine echte Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft in Deutschland zu schaffen und Klimaschutzziele zu erreichen. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) setzt sich für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft ein und fordert deshalb zukunftssichernde Rahmenbedingungen, die einen sozialgerechten, ökologischen Wandel anstoßen.

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Pressemitteilung

Gutes Essen braucht Zukunft

Berlin, 19.01.24: Die Wende der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist hochrelevant: um eine echte Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft in Deutschland zu schaffen und Klimaschutzziele zu erreichen. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) setzt sich für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft ein und fordert deshalb zukunftssichernde Rahmenbedingungen, die einen sozialgerechten, ökologischen Wandel anstoßen.

„Wir brauchen eine Landwirtschafts- und Agrarpolitik mit Weitsicht“, kommentiert BNW-Geschäftsführerin Dr. Katharina Reuter die morgige „Wir haben es satt“-Demonstration. „Die Agrarindustrialisierung mit immer größeren Maschinen, Massentierhaltung und Pestiziden verursacht immense Schäden für Klima und Umwelt. Die Agrarsubventionen aus Brüssel manifestieren ein System mit immensen Schäden“, so Reuter weiter.

„Es braucht eine zukunftsorientierte, nachhaltige Ausrichtung der Förderungs- und Subventionspolitik, die an die Schaffung von Arbeitsplätzen, Schaffung von Mehrwert für Mensch und Natur geknüpft ist. Es darf nicht mehr nur um Wachsen oder Weichen gehen“, macht Reuter für den progressiven Wirtschaftsverband BNW e.V. klar.  

Der BNW ist ein langjähriger Verfechter einer ökologischen Landwirtschaft. Aktuelle Forderungen sind:

  • Verbesserte Marktbedingungen für nachhaltig produzierte Lebensmittel inkl. Mehrwertsteuerreform
  • Gestufter Abbau klimaschädlicher Subventionen und parallel ansteigende Unterstützungsmaßnahmen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Landwirtschaftsbetrieb
  • Lenkungssteuernde Instrumente zur Finanzierung von nachhaltigen Zukunftsaufgaben, z.B. Einführung einer Pestizidabgabe
  • Erhöhung der Fördermittel zur Erreichung des 30%-Ökolandbau-Ziels
  • Einführung einer Tierwohlabgabe
  • Verhinderung der EU-Pläne zur Deregulierung der Gentechnik

„Die Landwirtschaft hat den größten Einfluss auf die planetaren Grenzen und damit auf unsere Gesellschaft. Angesichts aktueller Herausforderungen und Krisen ist sie Treiber, Opfer und vor allem Lösung zugleich. Es braucht deshalb einen grundlegenden Wandel zu regenerativer Landwirtschaft. Damit wir sowohl die planetaren Grenzen gesunden als auch eine zukunftssichere Versorgung innerhalb sich verändernder Bedingungen gewährleisten. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist eine öffentliche Leistung. Die Politik muss diesen Wandel aktiv mitgestalten und entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen schaffen“, sagt Julius Palm, Leitung Strategie und Marke bei followfood GmbH und BNW-Vorstand.

Die „Wir haben es satt“-Demonstration findet am 20.01.24 zum 13. Mal statt und ruft zu einer nachhaltigen Agrarwende auf. Die wiederkehrende Demonstration hat sich unabhängig von den aktuellen Bauernprotesten entwickelt. Viele Mitgliedsunternehmen des BNW unterstützen das Bündnis langjährig und gehen auch dieses Jahr wieder gemeinsam auf die Straße.

 

Pressekontakt:

Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.
Konstantin Litke, Leiter Politik & Kommunikation
litke@bnw-bundesverband.de
+49 (0) 30 325 99 683

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