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Unternehmensstudie: Nachhaltigkeit trotz Krisenlage wichtiger geworden

Über 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Nachhaltigkeit im vergangenen Jahr „wichtiger“ geworden ist. Das zeigt der Sustainable Transformation Monitor (STM), der von der Bertelsmann Stiftung, Stiftung Mercator GmbH, Universität Hamburg und der Peer School für Sustainable Development e.V. getragen wird. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) ist als Netzwerkpartner beteiligt.

Nachhaltige Wirtschaftspolitik Nachhaltigkeitsreporting Klimaschutz im Unternehmen

Über 80 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass Nachhaltigkeit im vergangenen Jahr „wichtiger“ geworden ist. Das zeigt der Sustainable Transformation Monitor (STM), der von der Bertelsmann Stiftung, Stiftung Mercator GmbH, Universität Hamburg und der Peer School für Sustainable Development e.V. getragen wird. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (BNW) ist als Netzwerkpartner beteiligt.

„Der Sustainability Transformation Monitor zeigt: Das Thema Nachhaltigkeit wird für die Wirtschaft immer wichtiger. Daran ändern auch die multiplen Krisen nichts“ stellt Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin des BNW, fest.

Der STM befragte Mitarbeiter:innen der mittleren und oberen Leitungsebene, die sich einig sind, dass das Thema Nachhaltigkeit zunehmend zentral in der Unternehmensleitung sein wird. Bei der Umsetzung fehlt es stellenweise allerdings noch an konkreten Prozessen hin zu Nachhaltigkeitszielen. So gaben nur 47 Prozent der Befragten aus der Realwirtschaft an, dass die selbstgesteckten Ziele auch tatsächlich gelebt werden. Rund 41 Prozent erklärten, im Unternehmen eine eigene Abteilung für Nachhaltigkeit etabliert zu haben. Für die Finanzwirtschaft gilt dies nur für knapp 36 Prozent.

Im Rahmen der Vorstellung des Monitors konnte Reuter heute deutlich machen, dass es glasklare politische Leitplanken brauche, wenn die fehlende Umsetzungsdynamik behoben werden solle. Der Monitor hatte auch gezeigt, dass in den Unternehmen Governance-Strukturen fehlen. Im entsprechenden Workshop, der ebenfalls die Ergebnisse des STM aufgriff, arbeitete Reuter zur Frage „Verankerung in den Unternehmensgremien“ Lösungsansätze heraus. „Da die CSRD den Bilanzeid des Vorstands auch auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung ausdehnt, muss sich hier schnell etwas in den Unternehmen bewegen“, so Reuter. Neben fehlender Nachhaltigkeitsexpertise seien auch fehlende Anreize ein Hemmnis. Reuter: „Hier hilft es, die Vergütung auch an das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen zu koppeln.“

Zukünftig wird die Zusammenarbeit der Finanz- und Realwirtschaft ein zentraler Hebel für die Erreichung von Nachhaltigkeitszielen. Impact Investing wird nicht zuletzt durch die EU-Taxonomie ein großer Hebel, um die Realwirtschaft nachhaltiger aufzustellen. So geben rund 56 Prozent der Befragten an, dass die Nachhaltigkeit bei der Unternehmensfinanzierung wichtig sei. „Die Tendenz ist klar: In Zukunft werden nachhaltig wirtschaftende Unternehmen einfacher eine Finanzierung bekommen. Und das ist auch gut so“, macht Reuter deutlich.

Der STM zeigt auch, dass es für Unternehmen schwierig ist, unternehmensinterne Nachhaltigkeitsziele zu definieren. Grund dafür sind unter anderem die mangelnde Kenntnis der Unternehmen, über den Stand der eigenen Nachhaltigkeit und wie diese erhöht werden kann. Die Ende des vergangenen Jahres verabschiedete Corporate Sustainable Reporting Directive (CSRD) verpflichtet künftig Unternehmen dazu, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und ein eigenes Nachhaltigskeitsreporting zu erstellen.

Die Befragung für den STM wird in den kommenden 3 Jahren regelmäßig durchgeführt. Alle Informationen inkl. der kompletten Studie und Grafiken finden Sie hier.

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Pressekontakt:

Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.

Dr. Katharina Reuter, Geschäftsführerin

reuter@bnw-bundesverband.de

+49 178 448 19 91

Agentur Ahnen&Enkel

Kai Weller

weller@ahnenenkel.com